Westhighland White Terrier

Der West Highland White Terrier ist ein selbstbewusster, robuster und bewegungsfreudiger kleiner Terrier. Mehr zu Haltung, Erziehung, Gesundheit und Alltag. Gute Planung ist wichtig.
Der West Highland White Terrier ist ein selbstbewusster, robuster und bewegungsfreudiger kleiner Terrier. Jagdinteresse, konsequente Erziehung, fachgerechtes Trimmen und die Beobachtung seiner Haut gehören zum Alltag. Das Portrait ordnet seine Anforderungen ehrlich ein. Sein freundliches Aussehen darf den typischen Terriercharakter nicht verdecken.
Herkunft und Geschichte
Der West Highland White Terrier stammt von den alten niederläufigen Jagdterriern Schottlands ab und ist eng mit Cairn, Scottish und Skye Terrier verwandt. Seine Aufgabe war es, Fuchs, Dachs und anderes Raubwild in felsigem Gelände und im Bau aufzuspüren. Dafür brauchte er Mut, Wendigkeit und die Fähigkeit, selbstständig zu entscheiden.
Weisse Hunde waren bei der Jagd leichter vom Wild zu unterscheiden. Besonders mit Colonel Edward Donald Malcolm von Poltalloch wird die Festigung der weissen Farbe verbunden. Aus dem Arbeitsterrier wurde im 20. Jahrhundert ein beliebter Begleithund; starke Nachfrage und Modezucht taten der Gesundheit mancher Linien jedoch nicht gut.
Erscheinungsbild
Der Westie ist klein, kompakt und kräftig, mit aufgerichteten Ohren und reinweissem Doppelhaar. Die Schulterhöhe liegt ungefähr bei 28 cm.
Wesen und Charakter
Der Westie ist klein, denkt aber nicht klein. Typisch sind Selbstbewusstsein, Neugier, Wachsamkeit und eine erstaunliche Portion Beharrlichkeit. Viele sind fröhliche, kontaktfreudige Begleiter, behalten jedoch den Jagdtrieb und die Bereitschaft, eigene Entscheidungen zu treffen.
Sein robuster Auftritt darf nicht mit grenzenloser Belastbarkeit verwechselt werden. Er braucht verständliche Regeln und respektvollen Umgang. Dauerndes Bellen, Leinenpöbeln oder Verteidigen von Ressourcen sind keine niedlichen Eigenheiten, sondern Trainingsaufgaben.
Rassebeschreibungen zeigen typische Tendenzen, bestimmen aber nicht den einzelnen Hund. Veranlagung, Aufzucht, Sozialisation, Lernerfahrungen und Haltung beeinflussen seine Entwicklung.
Erziehung und Beschäftigung
Klare Regeln, belohnungsorientiertes Training und ein gut aufgebauter Rückruf sind wichtig. Suchspiele und kontrollierte Jagdersatzarbeit passen besser als monotone Beschäftigung.
Haltung und Familie
Bei passendem Umgang ist er ein aktiver Familienhund. Kleine Kinder müssen lernen, Grenzen und Ruheplätze zu respektieren.
Fellpflege
Das harte Deckhaar sollte fachgerecht getrimmt und regelmässig gebürstet werden. Häufiges Scheren verändert die typische Fellstruktur.
Vom Arbeitsterrier zum bekannten Familienhund
Die weisse Fellfarbe half bei der Jagd, den Hund vom Wild zu unterscheiden. Später machte Werbung den Westie zum Modehund. Gerade deshalb lohnt es sich, bei der Auswahl nicht nur auf das typische Gesicht, sondern auf stabile Nerven, freie Bewegung, gesunde Haut und nachvollziehbare Zuchtarbeit zu achten.
Seine Grösse macht ihn handlich, aber nicht automatisch leichtführig. Buddeln, Anzeigen von Geräuschen und das Verfolgen kleiner Tiere können rassetypisch sein und benötigen früh Alternativen und Grenzen.
Gesundheit
Hauterkrankungen und Allergien können beim Westie eine wichtige Rolle spielen. Dauernder Juckreiz, gerötete Pfoten oder wiederkehrende Ohrprobleme müssen fachlich abgeklärt werden. Auch Patellaluxation und bestimmte orthopädische Erkrankungen kommen vor.
In Zuchtprogrammen werden unter anderem Kniescheiben und craniomandibuläre Osteopathie berücksichtigt. Welche Untersuchungen für eine konkrete Linie relevant sind, sollte der Zuchtverein transparent erklären.
Diese Angaben ersetzen keine tierärztliche Beratung. Auffälligkeiten bei Atmung, Bewegung, Verdauung, Haut, Gewicht oder Allgemeinbefinden sollten fachlich abgeklärt werden.
Wer einen kleinen, lebhaften Hund mit jagdlicher Vergangenheit sucht, kann auch den Cocker Spaniel betrachten. Er gehört allerdings zu den Stöberhunden der FCI-Gruppe 8, während der West Highland White Terrier ein niederläufiger Terrier der Gruppe 3 ist.
Für wen eignet sich der West Highland White Terrier?
Geeignet ist er für Menschen, die:
- einen kleinen, aktiven und selbstbewussten Terrier suchen,
- freundlich, konsequent und mit Sinn für Terriercharakter erziehen,
- fachgerechtes Trimmen und regelmässige Fellpflege übernehmen,
- Jagdinteresse mit Suchspielen und sicherem Rückruf lenken
Weniger geeignet ist er für Menschen, die:
- einen stillen und jederzeit folgsamen Schosshund erwarten,
- Buddeln, Wachsamkeit oder Jagdverhalten nicht trainieren möchten,
- das Fell lediglich kurz scheren lassen wollen,
- Hautprobleme oder andere gesundheitliche Auffälligkeiten übersehen
Wer Herkunft, Charakter und Bedürfnisse realistisch berücksichtigt, schafft die beste Grundlage für ein verlässliches Zusammenleben.
| FCI - Nr.: | 85; West Highland White Terrier |
| Gruppe: | 3.2; Niederläufige Terrier; ohne Arbeitsprüfung |
| Größe: | ungefähr 28 cm |
| Gewicht: | im FCI-Standard nicht festgelegt; häufig etwa 7–10 kg |
| Farben: | reinweiss |
| Pflege: | Das harte Deckhaar sollte fachgerecht getrimmt und regelmässig gebürstet werden. Häufiges Scheren verändert die typische Fellstruktur. |
| Auslauf: | Klare Regeln, belohnungsorientiertes Training und ein gut aufgebauter Rückruf sind wichtig. Suchspiele und kontrollierte Jagdersatzarbeit passen besser als monotone Beschäftigung. |
| Alter: | häufig etwa 12–16 Jahre |
Vereine
Klub für Terrier e.V.
Österreichischer West-Highland-White-Terrier-Club
Schweizer Club für Terrier SCFT
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Ein passender Terrier-Striegel löst Schmutz und loses Haar, ohne die Haut unnötig zu reizen; bei Juckreiz wird nicht einfach stärker gebürstet.
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Futterdummy
Ein kleiner Futterdummy verbindet Suche, Rückruf und gemeinsames Arbeiten. Er bietet eine kontrollierbare Alternative zum selbstständigen Stöbern.
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Zubehör muss zu Grösse, Alter, Gesundheit und Verhalten passen. Beschäftigungsmaterial bei Bedarf nur unter Aufsicht verwenden.
Weiterführende Informationen
Allgemeine Informationen zu verantwortungsvoller Zucht und zur Rasse bietet der Verband für das Deutsche Hundewesen.
Den internationalen Rassestandard führt die Fédération Cynologique Internationale unter der Standardnummer 85.
Rechtlicher Hinweis
Die beschriebenen Eigenschaften sind allgemeine rassetypische Merkmale. Charakter, Verhalten, Gesundheit und Eignung können beim einzelnen Hund abweichen und werden unter anderem durch Veranlagung, Zucht, Sozialisation, Erziehung und Haltung beeinflusst. Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen weder eine tierärztliche noch eine rechtliche Beratung. Zusätzlich sind die am jeweiligen Wohnort geltenden Vorschriften zur Hundehaltung zu beachten.
Kommentare
Julian
Also das mit dem Selbstbewusst, muss ich auf jeden Fall abstreiten mein Westi ist alles andere als Selbstbewusst.
jessica
Dieser hund ist für mich geeiget weil weiß eine schöne Farbe ist und weil er süß ist weil er ein guter Wachhund ist.





