Hunde-Forum

Ist BARF für jede Hunderasse geeignet?

 

Die vier Buchstaben BARF stehen für

B - biologisch

A - artgerechtes

R - rohes

F – Futter

oder für biologisch artgerechte Rohfütterung. Hinter dem Begriff Barfen verbirgt sich also ein Ernährungskonzept, dass sich an der Natur orientiert.

 

Was wird beim BARFen gefüttert?

Wer seinen Hund mit BARF ernährt, der führt dem Vierbeiner rohes Futter zu. BARF ist keine reine Rohfleischfütterung, sondern es geht generell um die Fütterung von Rohkost. Gemüse, Obst, Ei, Salat, Knochen und auch Fleisch sind Bestandteil des Speiseplans für Hunde. Der Grund ist, dass sich im Magen eines Beutetiers auch Obst, Gemüse, Kräuter und anderes befinden. Das wird beim Barfen entsprechend berücksichtigt. Gekochtes Gemüse, gebratenes Fleisch und anderweitig verarbeitete Nahrungsmittel kommen in der Natur nicht vor. Wer die Tiernahrung vor der Zubereitung kocht, zerstört durch das Erhitzen Zellstrukturen und vernichtet wertvolle Inhaltsstoffe.

Zur Ernährung mit Rohfleisch eignen sich Wild, Lamm, Kaninchen, Ente, Geflügel, Lachs und Pferd. Obst und Gemüse wie Äpfel, Aprikosen, Bananen, Blumenkohl, Chicorée, Erdbeeren, Fenchel, Grünkohl, Ingwer, Karotten, Löwenzahnblätter, Mandarinen, Pflaumen, Salat und Zucchini stellen eine kleine Auswahl der Zusatzstoffe dar.

 

Futter-Umstellung auf BARF

Wer sich zum Barfen entscheidet, kann einem einfachen 3-Schritte-Plan folgen. Übrigens ist die Umstellung nahezu jederzeit möglich, ganz egal, wie alt der Hund ist. Wichtig ist jedoch, dass das Tier gesund ist, wenn auf BARF umgestellt wird. Auf der Webseite hunde-richtig-barfen.de gibt es gezielte Tipps zur Umstellung auf BARF-Ernährung für Hunde und Hundewelpen.

 

Um den vierbeinigen Freund mit dem gesunden Futter in Kontakt zu bringen, muss der Halter herausfinden, was sein Hund mag. Zum Einstieg eignen sich stark riechende Fleischsorten wie Lamm oder Fisch. Außerdem mag fast jeder Hund gerne Pansen. Die Halter sollten einfach verschiedene Fleischsorten mitbringen und den Hund langsam und schrittweise an das neue Futter gewöhnen. Hat der Hund im wahrsten Sinne des Wortes erst einmal Blut geleckt, können die weiteren Zutaten Obst, Gemüse, Kräuter und Ei ebenfalls gelegentlich auf den Speiseplan gesetzt werden.

 

Gesund ernährte Hunde sind aufmerksam, haben glänzendes Fell und ein ausgeglichenes Wesen.

 

Erst bei der Passage durch Dünn- und Dickdarm spalten Hunde die Nährstoffe auf und können sie verwerten, was eine ernährungsphysiologische Studie der Universität Hannover detailliert darlegt. Da die Darmflora von Tier zu Tier variiert und unter anderem von Alter, Rasse und Ernährung abhängt, kann der Prozess unterschiedlich lang dauern. Der Organismus hat sich an die Fütterung von Rohfleisch und Rohkost gewöhnt, wenn kein Durchfall mehr vorkommt, sondern der Kot fest ist.

Am besten gelingt die Umstellung, wenn das handelsübliche Standardfutter über 3-4 Tage mit den neuen Bestandteilen Rohfleisch und Rohkost gemischt wird. Problematisch wird es, wenn ein Hund ausschließlich mit Trockenfutter ernährt wird. Trockenfutter und Nassfutter sollten im Prinzip niemals zusammen verfüttert werden, da der Verdauungsprozess unterschiedlich lang ist. Ein Praxistipp: Trockenfutter vor dem Vermischung gründlich mit Wasser einweichen und danach mischen.

 

Was gehört nicht auf den Speiseplan beim BARFen?

In der Tat gibt es einige Gemüse- und Pflanzensorten, die ungesund oder sogar gefährlich für Hunde sind. Besondere Vorsicht ist unter anderen bei diesen Lebensmitteln geboten:

Zwiebeln

In größeren Mengen können sie giftig für den Hund sein, sodass ein gelegentliches Füttern unbedenklich ist. Bei zu viel Genuss von Zwiebeln in gekochter oder roher Form geht der Pulsschlag zurück und die Schleimhäute werden blass, weil die Durchblutung reduziert wird.

Knoblauch und Lauch

Auch Knoblauch und Lauchgewächse gehören zu den Zwiebelarten. Sie haben eine vergleichbar schädliche Wirkung beim Hund wie Zwiebeln.

Avocado

Avocados wirken auf den Organismus eines Hundes giftig. Worin genau die toxischen Ursachen liegen, ist noch nicht bekannt. Man geht davon aus, dass der Inhaltsstoff Persin schädlich ist. Der Hund reagiert mit Atemnot, Husten, gesteigertem Puls und Wasseransammlungen an Hals und Unterbauch.

Tomaten, Auberginen, Paprika, grüne Stellen der Kartoffel

In den genannten Gemüsesorten befindet sich das für Hunde giftige Solanin. Sind Tomaten und Auberginen überreif, verlieren sie Solanin und könnten in eingeschränktem Umfang gefüttert werden. Kartoffeln an sich sind ungiftig, grüne Stellen sollten aber großzügig herausgeschnitten werden, weil sich auch hier Solanin anlagert, wie auch hier beschrieben wird. Eine Vergiftung mit Solanin äußert sich darin, dass der Hund Durchfall bekommt und Krämpfe hat bis zu Atemlähmung erleidet.

Weintrauben, Rosinen

Weintrauben und Rosinen sind sehr gefährlich für Hunde. Genießt ein Hund Weintrauben oder Rosinen, entwickelt er einen Kalziumüberschuss. Das führt in der Folge zu Nierenversagen. Eine Vergiftung äußert sich bei einem Hund so, dass er erbricht, starke Bauchschmerzen hat und lethargisch ist.

Kakao und Schokolade

Kakao und Schokolade enthalten das für Hunde giftige Theobromin. 100 mg/Kilogramm Körpergewicht können für ein Hund tödlich sein. Eine Vergiftung zeigt sich darin, dass der Hund unruhig und erregt ist, sich verkrampft und erbricht. Schmerzen in der Magengegend, Durchfall und Zuckungen sind weitere Kennzeichen.

 

Die Vorteile von BARF

 

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Vorteile, die das Barfen für kleine und große Hunderassen mit sich bringt. Eine Futter-Umstellung lohnt sich, denn Hunde mit artgerechter Tiernahrung zu versorgen bedeutet, ihre Gesundheit zu stärken und ihr Leben aktiv zu verlängern.

Ø  Barfen ist für jede Hunderasse und in jeder Lebensphase gesund.

Ø  Hunde verwerten die Nahrung besser, die Kotmengen werden kleiner – ein Zeichen für die effektive Nahrungsverwertung.

Ø  Hunde erhalten ausschließlich natürliche Rohstoffe.

Ø  Die Zahnsteinbildung wird stark reduziert.

Ø  Gebarfte Hunde weisen deutlich weniger Parasiten in Magen und Darm auf.

Ø  Das Immunsystem wird gestärkt.

Ø  Bänder, Sehnen und Muskulatur werden optimal versorgt.

Ø  Das Fell glänzt.

Ø  Hunde entwickeln weniger unangenehme Gerüche.

 

Quellen:

Bild 1: pixabay.com © JanDix (CC0 Public Domain)

Bild 2: pixabay.com © huntingschool (CC0 Public Domain)

 


 

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