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Was kostet ein Hund?

Was kostet ein Hund? – Anschaffung, Steuer, Tierarzt und weitere Aufwendungen

Was kostet ein Hund? – Anschaffung, Steuer, Tierarzt und weitere Aufwendungen

– Anschaffung, Steuer, Tierarzt und weitere Aufwendungen

Im Jahr 2014 zählte eine Studie der Universität Göttingen rund 6,9 Millionen Hunde in den deutschen Haushalten. Den ersten Platz auf der „Heimtier-Beliebheitsskala“ belegte die Katze – diese umsorgten 11,5 Millionen Menschen in ihren Haushalten. Der Hund zählt somit neben der Katze immer noch zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Aber wer sich für einen Hund entscheidet, sollte nicht nur beachten, dass dieser viel Zeit und Zuwendung benötigt, sondern sich auch über die Kosten, die auf ihn zukommen werden, im Klaren sein.

Was kostet ein Hund,
 Abbildung 1: © olliebrands0 (CC0 1.0) – pixabay.com Abbildung 1: 6,9 Millionen Hunde leben im Jahr 2014 in den deutschen Haushalten.

Aufkommende Kosten bei der Anschaffung: Tierheim versus Züchter

Wer sich noch auf keine Hunderasse festgelegt hat, für den lohnt sich der Gang in verschiedene Tierheime in der näheren Umgebung. Dabei sollte am besten gemeinsam mit einem Mitarbeiter an den Zwingern vorbeigegangen werden, denn diese wissen über die Vorgeschichte und die Charaktereigenschaften der Tiere zu berichten. Kosten kommen auf den angehenden Besitzer erst zu, wenn nach einer Vorkontrolle der Wohnung ein Schutzvertrag unterschrieben wird. Dieser gibt eine Schutzgebühr vor, die zu entrichten ist. Die Gebühr ist kein Kaufpreis. Sie soll vermeiden, dass Hunde von Interessenten, die sich im Vorfeld keine großen Gedanken über die anfallenden Kosten und die Betreuungszeit gemacht haben, aus dem Tierheim geholt werden. Zudem werden die Einnahmen genutzt, um bereits angefallene Kosten wie Impfungen, Futter, Transport, Leine, Halsband oder Kastration ausgleichen zu können. Wichtig ist, dass die gesamten Erlöse, die durch die Schutzgebühr entstehen, nur für die Tiere aus dem Heim oder die Tierschutzarbeit eingesetzt werden. Die Schutzgebühr für Hunde liegt zwischen 100 und 300 Euro, je nach gesundheitlicher und psychischer Verfassung des Tiers. Diese Gebühr entfällt, wenn sich der Hundeliebhaber für den Kauf eines Welpen beim Züchter entscheidet. Ein Rassehundewelpe vom Züchter kostet meist zwischen 800 bis 1000 Euro. Die Preise für Mischlinge sind sehr unterschiedlich, diese können aber mehrere hundert Euro kosten.

Hundesteuer und Haftpflichtversicherung

Nicht nur die Anschaffungskosten fallen ins Gewicht, denn der Hund ist bei der Wohngemeinde anzumelden und Hundesteuer zu entrichten. Letztere wird jährlich erhoben und kann von jeder Gemeinde individuell festgelegt werden. Generell sind die Steuern auf dem Land günstiger, als in der Stadt. Das zeigt eine Übersichtskarte der Gemeinden, die die Stiftung Warentest erstellt hat. So ist im bayerischen Windorf keine Steuer fällig, dagegen in der Großstadt Mainz ein Betrag von 186 abzugeben. Hauptstadt Berlin verlangt 120 Euro. Wer die Steuern nicht bezahlt, hat mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro zu rechnen. Zudem sollte der Hundehalter für sein Tier eine Haftpflichtversicherung abschließen. Denn kommt durch das Tier eine andere Person zu Schaden, oder beschädigt es etwas, muss der Hundehalter für sein Tier haften. Um das zu vermeiden, ist auch für den Hund eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, die den entstandenen Schaden übernimmt.

Nahrung, Leine und Spielzeuge

Neben den Grundausgaben für Steuer und Versicherung, sind die monatlich anfallenden Kosten – zum Beispiel für das Futter – nicht zu verachten. Während Körbchen und Leine nur bei Bedarf erneuert werden, schlägt Hundefutter monatlich erheblich zu buche. Meist mit einem Betrag zwischen 40 und 100 Euro. Diese Ausgaben können stark variieren, da es auf den Bedarf des Hundes ankommt. Um die monatlichen Ausgaben für Hundefutter möglichst niedrig zu halten, können Angebote genutzt werden. Immer beliebter wird der Kauf im Internet bei entsprechenden Anbietern wie Zooplus. Vorteil ist, dass Angebote einfacher von zu Hause aus verglichen werden können. Durch den wachsenden Gutschein-Trend kann hier beispielsweise mit einem Zooplus Gutschein weiterhin Geld eingespart werden. Die Vertreiber von Heimtiernahrung haben im Jahr 2013 1.665 Millionen Euro durch den Hundehalter verdient. Im Vergleich zu den monatlichen Futterkosten sind die Tierarztkosten zwar um einiges höher, jedoch sind diese zumindest bei einem jungen, oder noch fitten älteren Hund, nicht zu den monatlichen Ausgaben hinzuzurechnen.

Abbildung 2: © skeeze (CC0 1.0) – pixabay.com Abbildung 2: Der Tierarzt hat sich bei der Abrechnung von Leistungen an eine Gebührenverordnung zu halten.

Tierarztkosten

Wenn der Hund für die Jahresimpfung oder eine größere Operation in die Tierarztpraxis muss, dann hat sich der Arzt bei der Rechnungserstellung an eine festgelegte Gebührenverordnung zu halten: „Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Entgelte für tierärztliche Leistungen einschließlich der Preise und Preisspannen für vom Tierarzt angewandte Arzneimittel in einer Gebührenordnung zu regeln. Dabei ist den berechtigten Interessen der Tierärzte und der zur Zahlung der Entgelte Verpflichteten Rechnung zu tragen. Die Vorschriften der deutschen Arzneitaxe sind zu berücksichtigen.“ (Quelle: tieraerzteverband.de) Die Abrechnung der ärztlichen Leistung kann zwischen der einfachen bis dreifachen Höhe des Gebührensatzes erfolgen. Über die Höhe der veranschlagten Gebühr wird im Einzelfall entschieden. Ausschlaggebend sind vor allem der Zeitaufwand und die Schwere der durchgeführten Leistungen. Der zeitliche Aufwand ist zudem durch eine Zeitgebühr geregelt, die auf je 15 Minuten festgelegt ist. Diese beträgt bei der Veranschlagung des einfachen Gebührensatzes 14,30 Euro sowie bei der Abrechnung nach dem dreifachen des Gebührensatzes 42,90 Euro. Auch für die allgemeinen jährlichen Untersuchungen oder die Impfungen gibt es eine festgesetzte Kostenspanne.

Alljährliche Kontrolle und Impfung

Für allgemeine Untersuchungen (Herz abhören, Begutachtung der Zähne und Augen, Gewichts- oder Fellkontrolle) mit Beratung veranschlagen die Tierärzte zwischen 12,03 Euro (einfacher Satz) und 36,09 (dreifacher Satz). Hinzu kommt die jährliche Impfung zu den gesamten jährlichen Kosten. Das Setzen eines Chips durch den Tierarzt ist dagegen ein Kostenpunkt, der einmalig anfällt, wenn dies nicht bereits vom Züchter oder dem Tierheim durchgeführt worden ist.

Bilder:
Abbildung 1: © olliebrands0 ( CC0 1.0) – pixabay.com
Abbildung 2: © skeeze ( CC0 1.0) – pixabay.com


 

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