Smalandstövare

Der Smålandsstövare ist ein ausdauernder schwedischer Laufhund mit starkem Jagdtrieb. Er braucht jagdgerechte Arbeit, klare Führung und viel Bewegung.
Der Smålandsstövare ist ein robuster, ausdauernder Laufhund aus Südschweden. Er wurde für die selbstständige Jagd auf Hase und Fuchs entwickelt und bringt entsprechend viel Spurwille und Bewegungsbedarf mit. Eine reine Begleithaltung ohne jagdnahe Aufgabe ist anspruchsvoll; Rückruf und Wildmanagement bleiben zentrale Themen.
Herkunft und Geschichte
Der Smålandsstövare stammt aus der schwedischen Provinz Småland. Dort gab es im 19. Jahrhundert unterschiedliche Jagdhundtypen, aus denen ein einheitlicherer Laufhund entwickelt wurde. Er arbeitete vor allem einzeln auf Hase und Fuchs. Die FCI führt die Rasse unter Nummer 129 in der Gruppe der mittelgroßen Laufhunde.
Auch die Deutsche Bracke folgt einer Spur mit Ausdauer und Laut, ist jedoch kleiner und gehört einer eigenständigen deutschen Rassegeschichte an. Beide zeigen, weshalb Laufhunde nicht allein nach ihrem freundlichen Auftreten als einfache Familienhunde beurteilt werden dürfen.
Erscheinungsbild
Der Smålandsstövare ist kräftig, aber nicht schwer und soll ausdauernd wirken. Rüden erreichen 46 bis 54 cm, Hündinnen 42 bis 50 cm. Der Kopf ist trocken, die Ohren hängen relativ hoch angesetzt und der Körper besitzt eine stabile Rückenlinie.
Das mittellange, raue Deckhaar liegt über kurzer, dichter Unterwolle. Die Farbe ist Schwarz mit klaren lohfarbenen Abzeichen. Kleine weiße Stellen an Brust und Zehen sind zulässig. Sowohl lange Ruten als auch angeborene kurze Ruten kommen in der Rasse vor.
Wesen und Charakter
Im Standard wird ein ruhiger, freundlicher Hund mit treuem und aufmerksamem Wesen beschrieben. Bei der Jagd zeigt er Selbstständigkeit, Spurtreue und Ausdauer. Im Alltag kann er angenehm wirken, solange Bewegung und jagdliche Bedürfnisse realistisch berücksichtigt werden.
Ein freundlicher Laufhund ist nicht automatisch leicht abrufbar. Geruchsspuren können hohe Priorität gewinnen. Deshalb werden Freilaufentscheidungen nicht nach Hoffnung, sondern nach Trainingsstand, Gelände, Wildbestand und gesetzlichen Vorgaben getroffen.
Erziehung und Beschäftigung
Rückruf, Orientierung, Leinenführigkeit und ruhiges Warten beginnen früh. Das Training nutzt passende Belohnungen und steigert Ablenkung langsam. Strafe für das Anzeigen einer Spur löst den Jagdtrieb nicht und kann die Zusammenarbeit verschlechtern.
Für Nichtjäger kommen anspruchsvolle Nasenarbeit, Mantrailing oder Fährtenarbeit unter fachkundiger Anleitung infrage. Diese Angebote ersetzen nicht automatisch den ursprünglichen Jagdeinsatz. Vor Anschaffung sollte geklärt werden, ob Züchter Hunde überhaupt in nichtjagdliche Hände abgeben.
Haltung und Familie
Der Smålandsstövare braucht täglich viel Bewegung und eine Aufgabe für seine Nase. Ein sicherer Garten ist hilfreich, muss aber ausbruchssicher sein. Lange Alleinzeiten und ein reizloser Alltag passen nicht zu einem sozialen, arbeitsbereiten Laufhund.
Mit Kindern kann ein gut sozialisierter Hund freundlich leben, wenn Rückzug und Umgang geregelt sind. Katzen und Kleintiere erfordern wegen des Jagdtriebs besondere Vorsicht. Verträglichkeit lässt sich nicht pauschal garantieren.
Pflege und Ernährung
Das wetterfeste Fell wird regelmäßig gebürstet, im Fellwechsel häufiger. Nach Jagd, Wald- und Feldarbeit werden Pfoten, Ohren, Haut und Augen auf Verletzungen, Grannen und Parasiten kontrolliert. Hängeohren benötigen gute Belüftung und Beobachtung.
Energiebedarf und Futtermenge schwanken stark zwischen Jagdsaison, Training und Ruhezeiten. Der Hund bleibt schlank und muskulös. Wasser und Erholung werden bei längeren Einsätzen planvoll angeboten.
Gesundheit und Lebenserwartung
Bei Arbeitsrassen sind funktionaler Körperbau und belastbare Gelenke wesentlich. Verantwortungsvolle Zucht folgt den aktuellen Gesundheitsvorgaben des zuständigen Vereins und berücksichtigt vorhandene Befunde der Linie. Welche Untersuchungen vorgeschrieben sind, muss vor dem Kauf aktuell geprüft werden.
Lahmheit, wiederkehrende Ohrenprobleme, Leistungseinbruch oder Atemauffälligkeiten werden tierärztlich abgeklärt. Nach Jagdeinsätzen sind auch versteckte Verletzungen möglich. Häufig werden etwa 12 bis 14 Jahre genannt; belastbare rassespezifische Durchschnittsdaten sind wegen der kleinen Population begrenzt.
Für wen eignet sich der Smålandsstövare?
Geeignet ist der für Menschen, die:
- jagdliche Erfahrung oder fundierte Laufhundkenntnis besitzen,
- viel Zeit für Bewegung und Nasenarbeit haben,
- Wildreize und Freilauf verantwortungsvoll managen,
- einen robusten selbstständigen Arbeitshund suchen,
- eine passende Zuchtstätte sorgfältig auswählen
Weniger geeignet ist der für Menschen, die:
- einen leicht abrufbaren Anfängerhund erwarten,
- nur normale kurze Spaziergänge planen,
- Kleintiere ungesichert zusammenführen möchten,
- in wildreichem Gebiet sorglosen Freilauf wünschen,
- dem Hund keine anspruchsvolle Nasenarbeit bieten können
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Hinweis: Zubehör muss zu Größe, Körperbau, Gesundheitszustand und individuellem Verhalten des Hundes passen. Bei Unsicherheit ist fachkundige Beratung sinnvoll.
Weiterführende Informationen
Allgemeine Informationen zu verantwortungsvoller Zucht und zur Rasse bietet der Verband für das Deutsche Hundewesen.
Den internationalen Rassestandard führt die Fédération Cynologique Internationale unter der Standardnummer 129.
Rechtlicher Hinweis
Die beschriebenen Eigenschaften sind allgemeine rassetypische Merkmale. Charakter, Verhalten, Gesundheit und Eignung können beim einzelnen Hund abweichen und werden unter anderem durch Veranlagung, Zucht, Sozialisation, Erziehung und Haltung beeinflusst. Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen weder eine tierärztliche noch eine rechtliche Beratung. Zusätzlich sind die am jeweiligen Wohnort geltenden Vorschriften zur Hundehaltung zu beachten.
| FCI - Nr.: | Smålandsstövare – Wesen, Haltung und Jagd |
| Gruppe: | 129; Smålandsstövare; Schweden |
| Größe: | 6.1; Laufhunde, mittelgroße Laufhunde; mit Arbeitsprüfung |
| Gewicht: | Rüden 46–54 cm, Idealgröße 50 cm; Hündinnen 42–50 cm, Idealgröße 46 cm |
| Farben: | im FCI-Standard nicht festgelegt; funktional und passend zu Größe und Arbeitstyp |
| Pflege: | schwarz mit lohfarbenen Abzeichen; kleine weiße Abzeichen an Brust und Zehen zulässig |
| Auslauf: | viel bewegung, täglich spazieren |
| Alter: | 12- 15 Jahre |
Vereine
Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V.
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Mail: info(at)vdh(dot)de
https://www.vdh.de/
Österreichischer Kynologenverband (ÖKV)
Siegfried-Marcus-Straße 7
2362 Biedermannsdorf
Mail: office(at)oekv(dot)at
https://www.oekv.at/
Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG)
Thalstrasse 49
4710 Balsthal
Mail: info(at)skg(dot)ch
https://www.skg.ch/
Kommentare
toll bekommst du für deinen Hund jetzt den NoBellPreis
bettina höner
ich habe einen hund der,wie ich meine dem smalandstövare,sehr ähnelt.





