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Sommertipps für Hunde

Wichtige Tipps für Hundefreunde für ein gutes Wohlergehen des Hundes im Sommer.

Wichtige Tipps für Hundefreunde für ein gutes Wohlergehen des Hundes im Sommer.

Extreme Sommerhitze

Was Sie jetzt bei Ihrem Hund beachten müssen

Die größten Gefahren für einen Hund im Sommer sind Überhitzung – und Blaualgen in Seen. Tipps, wie Sie Ihren treuen Gefährten garantiert gesund und fit durch die Sommerzeit bringen.

Hunde können nicht schwitzen

Hunde können – wie viele andere Heimtiere auch – ihren Körper nicht durch Schwitzen herunterkühlen, das sich nur an den Pfoten und an der Nase ein paar wenige Schweißdrüsen befinden. Dadurch geraten sie schnell in Gefahr einen Hitzschlag zu erleiden. Es ist daher lebensnotwendig, sie in der wärmeren Jahreszeit, die mittlerweile von Frühjahr bis zum Herbst reicht, so gut wie möglich vor direkter Sonnenbestrahlung und Hitze zu schützen.

Autos als Todesfalle

Die meisten hitzebedingte Todesfälle bei Hunden kommen zustande, weil die Besitzer ihre Tiere im Auto allein zurücklassen. Was viele nicht wissen: Selbst wenn der Wagen im Schatten abgestellt wird, kann er schon in kurzer Zeit dem prallen Sonnenschein ausgesetzt sein. Und: Schon ab März können bei Sonnenschein die Fahrzeug-Innentemperaturen bis auf 70 Grad ansteigen. Offenbar macht dieses Unwissen nicht einmal vor erfahrenen Hundezüchtern halt. Im Juni 2018 ließ ein Zuchtrichter des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) seine Hunde bei der Jahreshauptversammlung des "Pinscher-Schnauzer-Klubs 1895“ im Auto vor dem Eingang zurück. Mindestens ein Skye Terrier verstarb darin qualvoll. Wichtig ist daher, sein Tier nicht einmal für die berühmten 5 Minuten allein im Fahrzeug zu lassen, aus denen nicht selten eine halbe Stunde oder länger wird. Bei geplanten Erledigungen oder Einkäufen in der wärmeren Jahreszeit ist es oft besser, wenn der Vierbeiner einfach zu Hause an einem definitiv schattigen und kühleren Plätzchen bleibt.

Bewährte Tipps für draußen

Während heißer Tage sollte der tägliche Ausgang auf die späteren Abendstunden nach Sonnenuntergang verlegt werden. Der Toilettengang zwischendurch sollte tagsüber indes nur kurz erfolgen. Hat der Hund die Möglichkeit in einen Garten zu gehen, muss hier für ausreichend beschattete Plätze gesorgt sein, zwischen denen er nach Lust und Laune wechseln kann, sobald dann später doch die Sonne darauf scheint.
Bei Ausflügen oder Urlaub mit dem Auto muss, wie daheim auch, stets frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen. Zudem sollte im Fahrzeug die Klimaanlage eingeschaltet sein und während längerer Fahrten sind kurze Trinkpausen an Raststätten empfehlenswert.

Den Wohnbereich mit Abendlüftung und Sonnenschutz kühl halten

Auch im Wohnbereich können Tiere an Überhitzung sterben, da sich gerade bei langanhaltenden Hitzewellen hier ebenfalls teilweise lebensgefährliche Backofen-Temperaturen entwickeln können. Die Wohnung lässt sich jedoch recht einfach kühl halten, indem die Fenster vollständig abgeschattet werden. Laden sich Räume sehr stark mit Wärme auf, ist sogar ein Hitzeschutz für Fenster empfehlenswert. Nach Angaben des Online-Fachhändlers Livoneo gibt es beispielsweise einen extra dämmenden Sonnenschutz wie Thermo-Rollos oder -plissees, mit denen auch Heimtiere effektiv vor Wärme in Wohnräumen geschützt werden können. Zudem sollte nur während kühlerer Stunden morgens und abends ordentlich gelüftet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass weder Hunde noch andere Heimtiere im Durchzug stehen. Und: Während heißer Sommerstunden sollten die Fenster konsequent verschlossen bleiben, da die Wärme sonst erst recht hereinzieht. 

Weitere Erfrischungstipps

Zusätzliche Erfrischungsmöglichkeiten sind Kühlmatten, eisgekühlte, in Geschirrtüchern eingewickelte Wärmeflaschen oder Kühl-Akkus am Liegeplatz. Hilfreich bei großer Hitze ist auch, Hundepfoten und -nase zwischendurch mit einem feuchten, lauwarmen Tuch abzuwischen.
Wer einen Garten oder eine Terrasse hat, kann dort eine mit Wasser gefüllte Badewanne oder auch einen kleinen Kinder-Pool aufstellen. Auch das sorgt für eine willkommene Erfrischung und vor allem Badespaß.

Vermehrt tödliche Gefahr durch Cyanobakterien im See!

Badeseen bieten ebenfalls eine willkommene Abkühlung, die von Hunden nicht nur zum Planschen, sondern gerne auch als Trinkgelegenheit genutzt werden. Doch Vorsicht: Hundehalter sollten sich hier bei lokalen Ämtern vor Ort unbedingt über die aktuelle Wasserbelastung des jeweiligen Sees mit Blaualgen beziehungsweise Cyanobakterien informieren, die sich besonders bei höheren Temperaturen massenhaft vermehren können.
Sie stellen ein extrem hohes tödliches Risiko dar. So verstarben beispielsweise in Deutschland 2017 gleich mehrere Hunde und auch Wildtiere nachweislich an dem von Cyanobakterien produzierten Gift Anatoxin A, das sie im Tegeler See in Berlin beim Trinken aufgenommen hatten. Auch in der Schweiz nehmen derartige Fälle zu, wie zum Beispiel am Glarner See. Auch wenn sie noch nicht abschließend geklärt sind - der Zusammenhang mit Badeseen lässt nichts Gutes ahnen.
Beachten Sie, dass Ämter nur alle zwei bis vier Wochen Wasserproben nehmen. In dieser Zeit kann sich die Wasserqualität immer schnell ändern. Es empfiehlt sich also zusätzlich, das Seewasser noch einmal kurz persönlich in Augenschein zu nehmen, bevor der Vierbeiner das Wasser betritt. Ist ein grüner bis bläulicher Schimmer oder gar merkwürdige Schlieren zu beobachten und nirgendwo ein entsprechendes Warnschild aufgestellt, sollte vom Bade-Ausflug dringend Abstand genommen werden und umgehend das zuständige Gesundheitsamt informiert werden, damit auch andere Hundehalter und vor allem auch Eltern mit Kleinkindern zeitnah gewarnt werden können.

Soforthilfe bei Hitzschlag

Eine gefährliche Überhitzung äußert sich durch folgende Merkmale:

  • Extremes Hecheln
  • Erbrechen
  • Starkes Zittern
  • Krämpfe
  • Apathie
  • Taumeln

Nun ist rasches Handeln gefragt. Ihr Hund muss sofort aus der Sonne oder Hitzesituation raus und in ärztliche Behandlung! Kein kaltes Wasser zur Abkühlung nutzen, da dies zum Kreislaufkollaps führt. Nur lauwarme, feuchte Umschläge auflegen. Am besten ist jedoch, es durch entsprechende Vorsorge gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

Die wichtigsten Tipps im Überblick:

  • Viel Trinkwasser und Schatten anbieten
  • Nur spätabends Gassi gehen
  • Am besten nie alleine in Autos lassen
  • Für kühlen Wohnbereich mit Sonnenschutz sorgen
  • Nur an kühleren Morgen- oder Abendstunden lüften
  • Auf Blaualgen in Seen achten
  • Bei Verdacht auf Überhitzung sofort zum Arzt

Bildquellen:

Pixabay.com, ©sevenpixx CCO-Lizenz

Pixabay.com, ©Counselling CCO-Lizenz 

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