Shiba Inu

Der Shiba Inu ist ein selbstständiger, aufmerksamer und beweglicher japanischer Jagd- und Begleithund. Seine Erziehung verlangt Geduld, klare Regeln und einen sicheren Umgang mit Jagdverhalten.
Der Shiba Inu ist ein selbstständiger, aufmerksamer und beweglicher japanischer Jagd- und Begleithund. Seine Erziehung verlangt Geduld, klare Regeln und einen sicheren Umgang mit Jagdverhalten. Dieses Rasseportrait erklärt, welche Eigenschaften im Alltag wichtig sind und für wen die Rasse geeignet sein kann.
Herkunft und Geschichte
Der Shiba ist eine alte japanische Hunderasse. Er wurde in Bergregionen als Jagdhund für Vögel und kleinere Wildtiere eingesetzt. Als Kreuzungen mit eingeführten westlichen Rassen den ursprünglichen Typ bedrohten, begann im frühen 20. Jahrhundert eine planmässige Erhaltungszucht. 1937 wurde der Shiba in Japan zum Naturdenkmal erklärt.
Traditionell wurde der Shiba auch als Begleiter bei der Jagd auf Vögel und Kleinwild eingesetzt; heute ist er weit über Japan hinaus verbreitet. Manche Shibas äußern Erregung oder Protest mit auffälligen Lauten; dies ist ein mögliches individuelles Verhalten und kein verlässlicher „ererbter Trick“.
Erscheinungsbild
Der Shiba ist ein kleiner, kräftiger und gut proportionierter Spitztyp. Wie der Chow-Chow gehört er zur FCI-Gruppe der asiatischen Spitze und verwandten Rassen, unterscheidet sich von diesem aber deutlich in Körperbau und ursprünglicher Aufgabe. Er zeigt mit aufgerichteten Ohren und eingerollter oder sichelförmig getragener Rute. Rüden sollen etwa 39,5 cm, Hündinnen etwa 36,5 cm Schulterhöhe erreichen, jeweils mit 1,5 cm Toleranz. Typisch ist das Urajiro: weissliches Haar an Fangseiten, Kehle, Brust, Bauch und bestimmten Partien der Läufe und Rute.
Wesen und Charakter
Selbstsicherheit, Aufmerksamkeit und Eigenständigkeit prägen viele Shibas. Sie können sich eng an ihre Menschen binden, zeigen Zuneigung aber nicht immer aufdringlich. Gegenüber fremden Personen oder Hunden können sie reserviert sein. Jagdtrieb und territoriale Motivation sind ernst zu nehmen.
Rassebeschreibungen zeigen typische Tendenzen, bestimmen aber nicht den einzelnen Hund. Veranlagung, Aufzucht, Sozialisation, Lernerfahrungen und Haltung beeinflussen seine Entwicklung.
Erziehung und Beschäftigung
Ein Shiba lernt schnell, entscheidet aber häufig selbst, ob sich Mitarbeit lohnt. Training sollte klar, fair und gut belohnt sein. Rückruf, Leinenführigkeit, Maulkorbgewöhnung und ruhige Hundebegegnungen sind wichtige Alltagsthemen. Unkontrollierter Freilauf ist bei jagdlich motivierten Hunden riskant.
Haltung und Familie
Die Rasse kann in einer Wohnung leben, wenn Bewegung, Beschäftigung und Rückzugsmöglichkeiten stimmen. Kinder müssen einen respektvollen Umgang lernen. Für Menschen, die bedingungslosen Gehorsam erwarten, ist der Shiba meist keine passende Wahl.
Fellpflege
Das dichte Doppelfell ist ausserhalb des Fellwechsels relativ pflegeleicht. Während des saisonalen Haarwechsels löst sich viel Unterwolle und gründliches Ausbürsten ist notwendig. Baden sollte nur bei Bedarf erfolgen.
Gesundheit
Bei seriöser Zucht werden insbesondere Hüften, Kniescheiben und Augen berücksichtigt. Allergien und bestimmte Augenerkrankungen können vorkommen. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und ein moderates Körpergewicht sind wichtige Vorsorgepunkte.
Diese Angaben ersetzen keine tierärztliche Beratung. Auffälligkeiten bei Atmung, Bewegung, Verdauung, Haut, Gewicht oder Allgemeinbefinden sollten fachlich abgeklärt werden.
Für wen eignet sich der Shiba Inu?
Geeignet ist er für Menschen, die:
- selbstständige Hunde schätzen,
- Geduld und Erfahrung in die Erziehung einbringen,
- Jagdverhalten zuverlässig absichern,
- klare Grenzen und ausreichende Ruhe bieten.
Weniger geeignet ist er für Menschen, die:
- jederzeit sicheren Freilauf voraussetzen,
- einen leichtführigen Anfängerhund erwarten,
- Konflikte mit Druck oder Härte lösen möchten,
- Fellwechsel und Sozialisation unterschätzen.
Wer Herkunft, Charakter und Bedürfnisse realistisch berücksichtigt, schafft die beste Grundlage für ein verlässliches Zusammenleben.
| FCI - Nr.: | 257; Shiba; Japan |
| Gruppe: | 5.5; Asiatische Spitze und verwandte Rassen; ohne Arbeitsprüfung |
| Größe: | Rüden ideal 39,5 cm, Hündinnen ideal 36,5 cm, jeweils ± 1,5 cm |
| Gewicht: | abhängig von Geschlecht und Körperbau |
| Farben: | Rot, Schwarzloh, Sesam, Schwarz-Sesam oder Rot-Sesam; jeweils mit Urajiro |
| Pflege: | regelmässig bürsten, im Fellwechsel intensiv |
| Auslauf: | tägliche Bewegung, Nasenarbeit und kontrolliertes Training |
| Alter: | häufig etwa 12–15 Jahre |
Vereine
Deutscher Club für Nordische Hunde e.V. (DCNH)
Shiba Club Deutschland e.V. (ShCD)
Östereichischer Klub für Nordische Hunderassen (ÖCNHS)
Österreichischer Klub für Spitze und Spitzarten
Schweizer Klub Asiatische Spitze SKAS
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Hinweis: Zubehör muss zur Grösse, zum Alter, zum Gesundheitszustand und zum individuellen Verhalten des Hundes passen. Beschäftigungsmaterial sollte bestimmungsgemäss und bei Bedarf nur unter Aufsicht verwendet werden.
Weiterführende Informationen
Allgemeine Informationen zu verantwortungsvoller Zucht und zur Rasse bietet der Verband für das Deutsche Hundewesen.
Den internationalen Rassestandard führt die Fédération Cynologique Internationale unter der Standardnummer 257.
Rechtlicher Hinweis
Die beschriebenen Eigenschaften sind allgemeine rassetypische Merkmale. Charakter, Verhalten, Gesundheit und Eignung können beim einzelnen Hund abweichen und werden unter anderem durch Veranlagung, Zucht, Sozialisation, Erziehung und Haltung beeinflusst. Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen weder eine tierärztliche noch eine rechtliche Beratung. Zusätzlich sind die am jeweiligen Wohnort geltenden Vorschriften zur Hundehaltung zu beachten.
Kommentare
Neues Shiba Buch erhältlich.
Wer etwas mehr über die Rasse wissen möchte, dem kann ich das Buch Shiba der kleine Japaner mit dem grossen Lächeln empfehlen.
Rainer Zacharias
Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Hündin Gina, cat floated
Retriever-Mix, die im Alter von 15 Jahren und neun Monaten auf
natürliche Weise Ende Oktober 2011 verstarb, interessieren wir
uns jetzt wieder für einen Hund-Gefährten in unserem Rentner-
dasein und haben Interesse an der Rasse eines Shiba Inu.
Könnten wir darüber ins Gespräch kommen ?
Mit freundlichem Gruß Rainer Zacharias
Ich wünsche mir so gerne ein Hund!!!





