Berger blanc Suisse

Ausgeglichen, selbstsicher, unbefangen, intelligent und lernwillig

Ausgeglichen, selbstsicher, unbefangen, intelligent und lernwillig

Der Berger Blanc Suisse, auch Weißer Schweizer Schäferhund genannt, ist ein intelligenter, familienbezogener und arbeitsfreudiger Hund mit einem freundlichen, wachsamen Wesen. Er eignet sich für aktive Menschen, die klare Strukturen, sinnvolle Beschäftigung und eine enge Bindung zum Hund schätzen.

Ausführliche Beschreibung

Der Berger Blanc Suisse, auch bekannt als Weißer Schäferhund, geht auf die weißen Linien des Deutschen Schäferhundes zurück. Erste Zuchtansätze werden bereits um 1880 erwähnt, später wurde 1899 der erste Rüde in das Zuchtbuch des Vereins für Deutsche Schäferhunde eingetragen. Im Jahr 1933 wurde die Farbe Weiß jedoch aus dem Rassestandard gestrichen. Damals wurde behauptet, die Fellfarbe könne Erbdefekte wie HD und ED sowie Blindheit, Taubheit oder allgemeine Lebensunfähigkeit begünstigen. Weiß galt als Fehlfarbe, wodurch die weißen Hunde in Europa zunehmend selten wurden.

Trotz dieser Entwicklung wurde die Zucht außerhalb Europas weitergeführt. Hunde mit weißem Fell gelangten in die USA und nach Kanada, wo sich eine neue Zuchtbasis etablierte. Die Beliebtheit stieg, und die Hunde wurden schließlich als White German Shepherd bezeichnet, wodurch die Zucht fortgesetzt werden konnte. In den 1970er Jahren kam der weiße Schäferhund wieder nach Europa zurück, zunächst vor allem in die Schweiz. Dort wuchs die Population erneut, und es wurde versucht, die Rasse als eigenständig anerkennen zu lassen.

Die FCI lehnte eine Anerkennung zunächst ab. Im Jahr 2001 erklärte sich die SKG bereit, den notwendigen Antrag für die internationale Anerkennung zu stellen. Die vorläufige Anerkennung erfolgte 2003, die endgültige Anerkennung schließlich im Jahr 2011. Seitdem gilt der Berger Blanc Suisse als eigenständige Hunderasse und wird heute als vielseitiger, arbeitsfreudiger Begleiter und Gebrauchshund geschätzt.

Wesen & Charakter

Der Weiße Schweizer Schäferhund ist aufmerksam, lernfreudig und eng auf seine Familie bezogen. Er zeigt häufig eine freundliche Grundstimmung, ist aber zugleich wachsam und meldet zuverlässig. Viele Vertreter sind sensibel und reagieren deutlich auf Stimmung und Umgang ihres Menschen. Bei ruhiger, konsequenter Führung entwickelt er sich zu einem ausgeglichenen und souveränen Hund, der gerne mitarbeitet und sich gut führen lässt.

Haltung & Erziehung

Der Berger Blanc Suisse braucht klare Regeln, eine verlässliche Bezugsperson und einen Alltag mit Struktur. Er lernt schnell und arbeitet gerne, weshalb eine faire, konsequente Erziehung besonders gut funktioniert. Härte oder ungeduldiges Vorgehen sind ungeeignet, da die Rasse oft sensibel reagiert. Eine frühe Sozialisierung ist wichtig, damit der Hund im Umgang mit Menschen, Hunden und Alltagssituationen sicher bleibt.

Arbeit & Auslastung

Als arbeitsfreudiger Schäferhund benötigt der Berger Blanc Suisse sowohl Bewegung als auch geistige Aufgaben. Geeignet sind unter anderem Nasenarbeit, Fährten, Mantrailing, Unterordnung, Obedience oder sportliche Aktivitäten. Auch als Rettungs- oder Assistenzhund wird er häufig eingesetzt. Reine Unterforderung ist ungünstig, denn ein intelligenter Hund dieser Art braucht sinnvolle Beschäftigung und Aufgaben mit Ziel.

Gesundheit & Besonderheiten

Der Berger Blanc Suisse ist ein kräftiger, sportlicher Hund, der bei verantwortungsvoller Zucht als robust gilt. Wie bei vielen mittelgroßen bis großen Rassen sollte auf eine gesunde Aufzucht, passende Bewegung im Wachstum und regelmäßige Vorsorge geachtet werden. Das dichte, meist weiße Fell benötigt regelmäßige Pflege, besonders während des Fellwechsels.

Für wen geeignet / für wen nicht

Der Berger Blanc Suisse ist geeignet für aktive Menschen und Familien, die Zeit für Erziehung, Beschäftigung und gemeinsame Aktivitäten haben. Er passt gut zu Haltern, die einen kooperativen, wachsamen und freundlichen Hund suchen. Weniger geeignet ist er für Menschen, die kaum Zeit für Bewegung und Training aufbringen können oder einen Hund erwarten, der ohne Beschäftigung „einfach so mitläuft“.

Eigenschaften des Berger Blanc Suisse

  • intelligent und lernfreudig
  • familienbezogen und loyal
  • freundlich, dabei aufmerksam und wachsam
  • arbeitsfreudig und vielseitig einsetzbar
  • sensibel bei unfairer Behandlung
  • braucht klare Führung und Struktur
  • geeignet für Sport, Nasenarbeit und Ausbildung
  • regelmäßige Fellpflege, besonders im Fellwechsel

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zur Rasse sind auf der Website des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) zu finden.

Internationale Informationen stellt zudem die Fédération Cynologique Internationale (FCI) bereit.

Rassestandard Nr 347 der FCI: Berger blanc suisse

Hinweis

Die beschriebenen Eigenschaften stellen allgemeine rassetypische Merkmale dar. Individuelle Unterschiede in Verhalten, Charakter und Eignung sind möglich.

FCI - Nr.:347; Berger blanc Suisse; Schweiz
Gruppe:1.1; Hüte und Schäferhunde
Größe:55 - 66 cm
Gewicht:25 - 40 kg
Farben:weiss
Pflege:bürsten
Auslauf:viel Bewegung
Alter:12 - 14 Jahren

Vereine

Bundesverein für Weiße Schweizer Schäferhunde in Deutschland e.V.

Gabi Engelke
Tannenweg 2a
64395 Brensbach
Tel: 01 51 23 35 31 81
http://www.bvws.de/

Rassezuchtverein für Weisse Schweizer Schäferhunde e.V.

Manuela Bortel
Lanferbruchstraße 3
45899 Gelsenkirchen
Tel: 02 09 59 03 07 9
http://www.rws-ev.info/

Gesellschaft Weisse Schäferhunde Schweiz GWS

Stephan Bolliger
Weidstr. 26
6300 Zug
Tel: 044 950 03 84
Mail: gabi(dot)frei-dora(at)berger-blanc-suisse(dot)ch
http://www.berger-blanc-suisse.ch/


Kommentare

Rudy

Erstaunlicher Weise ist die Lebenserwartung des weißen wesentlich höher als die des DSH und beim DSH sind 8 bis 10 Jahre mittlerweile schon die Obergrenze! Dann HD und ED wird nicht durch die Farbe vererbt sondern durch Inzucht und Inzestzucht wenn man den Stammbaum der DSH heute zurückverfolgt bis zu den Anfängen so kommt man nicht umhin feststellen zu müssen das alle DSH eng miteinander verwandt sind...Es gibt dort keine Linien mehr massgeblich dafür war diese Sucht nach Ausstellungen und immer wieder das nahe Anverpaaren der sog. Sieger der Schönheitslinien was für ein Begriff für einen Hund der erheblich eingeschränkt im Gebrauch ist durch seine stark abfallende Rückenlinie die ihm im Gangwerk erheblich einschränkt mehr noch als die Größe und das Gewicht.. Das kann man auch als Qualzucht definieren.. Der Weiße hat diese Makel nicht und das ist gut so... Freue mich über jeden DSH der weiße Flecken auf der Brust an den Pfoten hat einen geraden Rücken und einen guten Charakter hat freue mich über jeden Wurf von DSH wo noch weiße dabei sind das gibt es noch hin und wieder die sind lebhafte Zeugen Ihrer Ahnen Denn die Stammväter übrigens beides Brüder hatten einen Weißen Vater und weiße Anteile und ohne den gäbe es diese Rasse nicht.. Aber hier den Weißen im Eingangstext nieder zumachen mit Pseudo Behauptungen aus der damaligen Vereinspolitik und nichts anderes war das verlangt gerade zu nach einer Antwort übrigens den hat die Polizei schon seit ein paar Jahren gegeben der DSH wurde nahezu ersetzt mir dem Malinois.. Ja und der DSH bekam diesen Name der an ein Kaninchen erinnert wegen der abfallenden Rückenlinie Kampfkanickel

Nobody

Hallo, Gewicht und Größe entsprechen eher einem Weibchen.
Ich habe einen 8 jährigen Rüden der etwas über 70 (ja siebzig) KG wiegt. ganz ohne Übergewicht nebenbei ( das darf er nämlich nicht, denn ich wiege selbst auch nur etwas mehr).
Die Rüden die ich kenne wiegen im Schnitt zwischen 45 und 60 KG.

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